Mode.Macht.Menschen – Dokumentarfilm über die Menschen in der Textilindustrie Kambodschas

Die Roxa Luxemburg Stiftung hat einen Film des Filmemachers Patrick Kohl finanziert und jetzt veröffentlicht, in dem die Journalistin Helen Flares und der Influencer Willy Iffland Menschen aus der Textilindustrie Kambodschas begegnen und sich der Frage stellen wer macht unsere Kleidung. Und damit der Frage der Kampagne #whomademyclothes näher kommen wollen.

Der achtteilige Film (insgesamt ca. 110 Minuten) begleitet die beiden Protagonist*innen bei der Reise durch das Land in dem rund ein Fünftel der Bevölkerung in der Textilproduktion arbeitet, meist für westliche Abnehmer.

Der Film als Ganzes eröffnet einen niedrigschwelligen Zugang zu den Problemen, die die Textilindustrie mit sich bringt – wie den unsicheren Arbeitsbedingungen und Anstellungsverhältnissen, dem CO2 Ausstoß, dem Ressourcenverbrauch und dem „Wert“ der Kleidung.

Alle acht Teile sind unter diesem Link abrufbar:

https://www.rosalux.de/modemachtmenschen/media/collection/434?cHash=4b819fb238018ddfd02b3d9571771d25

Ein UN-Abkommen für menschenwürdige Arbeit in globalen Lieferketten: Online-Forum am Mi, 28.10., 13.30 Uhr

Anmeldung und weitere Information
In vielen Ländern wird Arbeitnehmer*innen das Recht auf gewerkschaftliche Organisation und auf Kollektivverhandlungen verweigert. Löhne, die nicht zum Leben reichen, lange Arbeitszeiten, unsichere Arbeitsverträge, fehlender Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Diskriminierung sind weitere Merkmale der Arbeit am Beginn vieler globaler Lieferketten. Bei Menschenrechtsverletzungen durch transnationale Konzerne stehen die Betroffenen vor großen Hürden, um an ihr Recht zu gelangen.

Aus diesem Grund unterstützen mittlerweile viele Gewerkschaften ein internationales Menschenrechtsabkommen, das Unternehmen weltweit zu menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfalt entlang ihrer Lieferkette verpflichten soll. Vom 26. Bis 30. Oktober 2020 findet im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) die sechste Verhandlungsrunde über ein solches UN-Abkommen statt.

Am Rande der Verhandlungen informiert ein Webinar gemeinsam mit Gewerkschaftsvertreter*innen aus Deutschland und Pakistan sowie Vertreter*innen des Internationalen Gewerkschaftsbundes und des globalen Industriegewerkschaftsverbandes IndustriALL Global und ihren Mitgliedsgewerkschaften, darüber woran die vorhandenen Instrumente scheitern und welche Elemente das UN-Abkommen beinhalten muss, damit ein tatsächlicher Wandel hin zu einer gerechteren Weltwirtschaft stattfindet.

Die Veranstaltung wird simultan in Deutsch und Englisch gedolmetscht. 

Anmeldung: https://zoom.us/webinar/register/WN_iqUpKGNyTJSZCFXSjeMotA 

Veranstalter*innen: medico international, Global Policy Forum, IG Metall, IGB, ECCHR, IndustriALL, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Das Lieferkettengesetz: Zahnloser Tiger oder wirksamer Hebel für Menschenrechte? Online Lunchtalk zum Lieferkettengesetz am 29.9. mit Dr. Carsten Stender*, Bundesarbeitsministerium und Miriam Saage-Maaß (ECCHR) – Impulse von Bernd Osterloh, VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im EU Parlament

Bitte über diesen Link für die Online-Veranstaltung anmelden:
https://igmetall.zoom.us/webinar/register/WN_ps5V7bMMTDOQNT4Rzhv0Xw

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PressemitteilungStatement Bernd Osterloh (BR VW, IG Metall) zum Lieferkettengesetz / VideoVeranstaltungfolien

Die Fragen rund um ein neues Lieferkettengesetz wollen wir mit Dr. Carsten Stender, Abteilungsleiter im Bundesarbeitsministerium und Rechtsanwältin und Aktivistin Miriam Saage-Maaß, ECCHR diskutieren.
*Bundesarbeitsminister Hubertus Heil musste aufgrund der Haushaltsdebatte im Bundestag leider kurzfristig absagen.
Bernd Osterloh, VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Mitglied des IG Metall Vorstandes, wird begründen, warum er einen Aufruf für ein Lieferkettengesetz mit Biss unterschrieben hat. Bernd Lange, (MdEP), Vorsitzender des Handelsausschusses im EU Parlament, wird die europäische Perspektive in der Diskussion stärken.
Moderation: Johannes Katzan, medico international e.V..
Wann? Dienstag, 29.09.2020 von 12:30 – 13:30 Uhr. Eine Einwahl ist ab 12.15 Uhr möglich.

Verletzlich sind nicht nur unsere Lieferketten, sondern an erster Stelle die Rechte der Arbeitnehmer*innen. Leider haben zu viele Unternehmen in der Corona-Krise erneut ihre fehlende Sorgfaltspflicht unter Beweis gestellt. Daher fordern wir: Stop Moral Distancing!

Die politische Diskussion um ein Lieferkettengesetz ist so weit fortgeschritten, dass wir dieser Tage mit der Verabschiedung von Eckpunkten für ein solches Gesetz durch das Bundeskabinett rechnen können. Jetzt stellt sich die Frage, wie es ausgestaltet werden wird. Reicht es so weit, dass Menschenrechte in allen Lieferketten effektiv geschützt werden? Das Lieferkettengesetz im Überblick

Wir laden euch herzlich zu unserer Diskussion ein:  Registrierungslink:
https://igmetall.zoom.us/webinar/register/WN_ps5V7bMMTDOQNT4Rzhv0Xw

Veranstalter*innen: Initiative „Auf der Suche nach einem tragbaren Lebensstil“ (Ortsgruppe Hannover der Clean Clothes Campaign) in Kooperation mit medico international, der Initiative Lieferkettengesetz, verdi Jugend Niedersachsen-Bremen, dem ECCHR, Bildungswerk ver.di Niedersachsen, DGB Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, 3WF Hannover – Forum für eine Andere Welt, Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. und dem IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Stop MORAL DISTANCING – FÜR EIN LIEFERKETTENGESETZ

Hintergrundinfo: Wie sind wir zu diesem Punkt gekommen? Und auf welchen Entwicklungen beruht die jetzige Diskussion, rund um das Lieferkettengesetz? Diese Fragen haben wir hier zusammengefasst. Wenn Sie sich vor der Diskussion bereits vertieft mit den Hintergründen eines Lieferkettengeseztes beschäftigen wollen, hier die Grundlagen zur Vorbereitung:
Das Lieferkettengesetz im Überblick
Grundlagentexte zu Wirtschaft, Menschenrechten und Gesundheit